Der fünfte Tag, Montag

Der fünfte Tag in Buenos Aires, ein Montag, sollte der Vervollständigung unserer Tangoausrüstung gewidmet sein. DNI-Shop, Tango Imagen (daneben), Naranjo en flor, der andere DNI-Shop direkt in der Tanzschule (hier gab es zum Teil andere Sachen und vor allem mehr Herrenschuhe; in dem Café gibt es übrigens guten Salat mit Thunfisch), daneben das Alanis (nur Tangoschuhe mit einer sehr engagierten Verkäuferin). Meine persönliche Jagdausbeute bestand am Ende der Tour aus zwei Oberteilen, einem Kleid und einem Paar Schuhe. Es hätte leicht mehr werden können, wenn die Schnittmenge aus richtigen Farben, richtiger Größe und richtigem Schnitt höher gewesen wäre. Für Sam scheiterte der Schuhkauf an der Verfügbarkeit der Schuhgröße 44,5-45, die hier wohl die obere Grenze der Produktionspalette darstellt. Empfehlen können wir vor allem das DNI und das Naranjo en flor.

Abends zogen wir als sechsköpfige Gruppe auf gut Glück los, um ein Steak zu finden. Ungünstigerweise sind montags manche Restaurants geschlossen, was die Suche etwas ausgedehnt hat. Schlussendlich endeten wir in der Cantina Rondinella. Der Laden sah tatsächlich erstmal nach einer besseren Kantine aus: Riesiger Raum voller Tische und Stühle ohne viel Deko, aber die Gäste waren vor allem Familien oder Männergruppen aus der Nachbarschaft. Da man sich in Bezug auf Restaurants immer auf das Urteil der Einheimischen verlassen sollte, ließen wir uns vom mangelnden Flair nicht abschrecken. Das Essen war ohne viel Schnickschnack angemacht, eher Hausmannskost, aber gut. Zudem ist die Fleischqualität hier bisher immer sehr gut gewesen. Ich muss nur feststellen, dass meine Vorstellung eines Steaks sich nicht so ganz mit der hiesigen zu decken scheint. Während ich ein 2-3cm dickes Fleischstück mit Grillstreifen und rosa Kern bevorzuge, bekommt man hier eher 1-2cm dicke, relativ stark durchgegarte Stücke serviert. Also im Zweifelsfalle bei einem der vielen Fleischer „lomo“ (Filet) kaufen und selbst grillen. Mal sehen, ob wir noch dazu kommen, die Pfannenausstattung in unserer Unterkunft ist darauf nicht ausgelegt. Nach dem ausgiebigen Abendbrot war es dann zu spät (und wir zu müde), um nochmal auszugehen, so dass schon um Mitternacht Schicht im Schacht war.

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