Der zweite Tag, Freitag

Unser zweiter Tag begann erstmal mit einer etwas nervös machenden, aber erfolgreich verlaufenen Geldumtauschaktion. Da uns diese sowieso in die Innenstadt führte, erkundeten wir die Florida, eine große Einkaufsstraße, wie man sie in den meisten Großstädten findet, die wenig Überraschungen parat hält und sich vor allem durch Menschenmassen, Lärm und Werbebotschaften auszeichnet. Kann man sich also sparen. Überraschend war für mich nur, dass alle paarMeter jemand ‚Cambio! Cambio‘! schrie, also anbot, Geld zu wechseln. Sie wurden geflissentlich ignoriert.

Frischgepresster Orangensaft

Dagegen traf ich an einer Straßenecke auf einen Mann mit einem kleinen Rollwagen, der einen großen Korb Orangen, zwei Stangen Plastikbecher, eine kleine Tiefkühltruhe voll Eis und eine kleine Saftpresse enthielt. So gönnten wir uns einen großen Becher frisch gepressten Orangensaft für kleines Geld, dessen leichte Süße und sanfte Säure in einer Explosion komplexer Aromen herrlich kühl die Kehle hinabrann. Mein persönliches Highlight dieses Vormittags!

 

Wir warfen einen Blick in das Einkaufszentrum ‚Galerías Pacifico‘, dass sehr schön gemacht war und uns durch ein elegantes Glasdach und – ein Stockwerk tiefer – durch eine im kirchlichen Gemäldestil bemalten Kuppel überraschte.

Galerías Pacifico
Galerías Pacifico 2
Galerías Pacifico 3

 

 

 

 

 

Galerías Pacifico 4

Nach der stressigen überfüllten Innenstadt gelüstete es uns

Naturschutzgebiet

nach etwas Ruhe und Grün, also schlugen wir einen Bogen in Richtung des Naturschutzgebietes am Puerto Madera: Parque Natural y Reserva Ecológica Costanera Sur. Das war ein schöner Spaziergang. Da wir hauptsächlich in der Sonne liefen, kamen uns die stationären Sprühduschen nahe dem südlichen Ausgang zur Abkühlung gerade recht.

 

 

 

 

Kleine Abkühlung

 

 

 

 

Puerto Madera

Schließlich war es Zeit für den Heimweg, eine schnelle selbst gemachte Mahlzeit und die ersten zwei hausinternen Kurse unserer Unterkunft. Ein neuer Lehrer gab eine erste Probestunde, die uns zwar beschäftigte, aber keineswegs begeistern konnte. In der zweiten Stunde gab eine etablierte Tanzlehrerin einen Rollenwechselkurs, der deutlich attraktiver war, uns aber auch das letzte Quentchen Restenergie kostete. Somit erledigte sich die schwierige Frage, zu welcher unserer drei favorisierten Milongas wir nur gehen sollten, indem wir uns „nur kurz“ zum Ausruhen aufs Bett legten und bis zum Morgengrauen durchschliefen.

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